Beim Tagesgeld auch auf das Kleingedruckte achten

Die unsichere Lage auf den Finanzmärkten kommt der Beliebtheit des Tagesgelds zu Gute.

Die Unsicherheiten auf den internationalen Finanzmärkten und wenig attraktive Sparzinsen veranlassen immer mehr Anleger zu kurzfristigen Anlageformen, wie etwa das Tagesgeld. Doch, auch hier sollte man vor Abschluss die Konditionen genau vergleichen.

Schon lange hat das Konto für das Tagesgeld das klassische Sparbuch abgelöst. Während Letzteres gerade einmal im Schnitt ein halbes bis ein Prozent an Zinsen bringt, werden auf das Tagesgeldkonto in der Spitze bis zu 2,6 Prozent gezahlt, wie etwa bei der Bank of Scotland. Doch, vor dem Abschluss eines solchen Kontos ist ein Vergleich unbedingt empfehlenswert. Im Gegensatz zum britischen Geldhaus müssen bei anderen Finanzinstituten erst bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, bevor der Spitzenzinssatz gewährt wird. Dies kann unter anderem eine Mindesteinlage sein, oder die Summe ist auf einen Maximalbetrag begrenzt.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der angepriesene Spitzenzins auf das Tagesgeld immer ab dem ersten Euro gelten sollte, und sich nicht erst durch einen Staffelzins mühsam aufbauen muss. Genauso wichtig ist es, darauf zu achten, was passiert, wenn ein geforderter Betrag unter- beziehungsweise überschritten wird. Hier ist es nicht selten der Fall, dass dann die Verzinsung auf null fällt. Daher sollte man für solche Situationen Vorsorgemaßnahmen treffen, wie etwa eine Benachrichtigung durch die Bank oder den Transfer auf ein abgesprochenes Referenzkonto. So kann man möglichen späteren Ärger direkt vermeiden.

Ein anderer interessanter Aspekt, der beim Tagesgeld betrachtet werden sollte, ist der Zeitraum der Zinsfestschreibung. Da Experten für den Winter mit einem Einbruch der Zinsen rechnen, könnte hier ein längerfristiges Arrangement ratsam sein. Wer sich allerdings darüber im Klaren ist, dass er für wenigstens zwölf Monate auf sein Kapital verzichten kann, der sollte über eine Festgeldanlage nachdenken. Hier gibt es beispielsweise auf das einjährige Festgeld bei der Bank of Scotland einen Zinssatz von drei Prozent. Zusätzlich sind Kunden hier gleich zweimal abgesichert. Einmal über die britische Einlagenversicherung und neuerdings auch auf freiwilliger Basis über den deutschen Bankenverband.

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