Der DAX auf dem tiefsten Stand seit Wochen

DAXSeit mehreren Wochen schließt der Deutsche Aktienindex (DAX) nun fast nahezu täglich unterhalb der Marke von 6000 Punkten. Experten sehen einen Grund in der ungewissen Entwicklung der Konjunkturlage der USA.

In den letzten Wochen konnte der DAX nur selten über die 6000-Punkte-Marke klettern. Laut Meldung der Frankfurter Allgemeine (FAZ) reagierten die Anleger mit einem “Rückzug vom Aktienmarkt”, weil sie die Zukunft der amerikanischen Konjunkturentwicklung mit Skepsis betrachteten. Ein Grund findet sich hier in den veröffentlichten Zahlen des Immobilienmarktes der USA. Hatte man im Vorjahr noch mit Immobilienverkäufen im Eigenheimsegment von rund 4,7 Millionen gerechnet, entsprechen die nun vorliegenden realistischen Zahlen lediglich einem Wert von 3,83 Millionen. Diese Zahlen kennzeichnen den tiefsten Stand auf dem Immobilienmarkt der USA seit 15 Jahren und beeinflussen sogar den DAX.

Auch auf dem Bausektor kam es zu großen Einbrüchen, die sich ebenfalls auf den DAX auswirkten. Hier kommt in erster Linie die schlechte Unternehmenslage des irischen Baustoffkonzerns CRH zum Tragen, dessen Gewinnerwartung um mehr als 16 Prozent auf einen Wert von 11.70 Euro fiel und damit den zweitschwächsten Wert im EuroStoxx50 bildete. Dieser Pessimismus wiederum beeinflusste das im DAX befindliche Unternehmen HeidelbergCement, welches daraufhin mit einem Minus von knapp fünf Prozent schloss. Einzige Gewinner der im DAX geführten Konzerne waren Beiersdorf mit einem Plus von 0,74 Prozent und Fresenius Medical Care mit 0,36 Prozent.

Doch wo ist der Grund für den Tiefflug des DAX zu suchen? Der Marktanalyst der Baader Bank Robert Halver sieht eine Ursache darin, dass der “Höhenflug, verursacht durch die imposanten Wirtschaftsdaten” nun beendet sei. Er sei einer “neuen Sachlichkeit” gewichen, die durch Rezessionsängste und Risikoabneigung geprägt sei, und welche sich auch nachhaltig auf den DAX auswirke. Ganz im Rahmen der Erwartungen befindet sich allerdings nach Angabe von Experten Kabel Deutschland. Das Internetgeschäft habe sich weitaus besser entwickelt als prognostiziert und die Aktie legte um 0,6 Prozent auf 23.81 Euro zu.

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