Neue Phishing-Masche beim Bankbetrug sorgt für Unsicherheit

PhishingIm Bundesland Bayern wurden im ersten Halbjahr 2010 rund 770 Fälle von Bankbetrug gemeldet – für Hessen, Baden-Württemberg und Berlin gelten die gleichen Tendenzen. Dabei hilft den Tätern eine neue Phishing-Methode.

Allein im Bundesland Bayern wurden im ersten Halbjahr 2010 rund 770 Fälle von Bankbetrug gemeldet. Und auch für Hessen, Baden-Württemberg und Berlin gelten die gleichen Tendenzen. Dabei hilft den Tätern eine neue Phishing-Methode. Als Phishing beim Bankbetrug bezeichnet man das illegale Beschaffen von Passwörtern und Zugangsdaten. Das Wort setzt sich aus den englischen Wörtern “fish” und “phreaking” zusammen, was in etwa mit “das Angeln nach Passwörtern mit einem Köder” übersetzt werden könnte. Auf diese Art und Weise funktionieren auch sogenannte Trojaner, mit denen solch sensible Daten von Bankkunden ausspioniert werden.

Ein Vorgehen, das auch laut Michaela Roth, Sprecherin des Zentralen Kreditausschusses (ZDK), speziell in der letzten Zeit verstärkt zunehme. Konkrete Statistiken über diese Form von Bankbetrug und seine Schadensentwicklung lägen dem Dachverband der Bankverbände in Deutschland allerdings zurzeit noch nicht vor. Laut den Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) nahmen jedoch diese Fälle von Bankbetrug zwischen 2008 und 2009 um 35 Prozent zu. Immer wieder scheinen die Täter mit neuen Phishing-Methoden zu arbeiten. Aktuell mit dem sogenannten “Drive-by-Exploit”. Hier werden ganze Webseiten mit einem Schadcode infiziert, wodurch sich Trojaner durch bloßes Anklicken dieser Seiten verbreiten.

Ist der Trojaner erst einmal auf dem Rechner, ist es bis zum Bankbetrug nicht weit. Der Knackpunkt sind hier die TANs, die jeder Kunde vorab in Listenform postalisch zugestellt bekommt. Die Täter installieren bei ihren potenziellen Opfern durch den Trojaner eine Maske, die sich automatisch öffnet und ihn nach den TANs fragt, wenn er sein Bankportal öffnet; so geschehen in Bochum. Diesem Bankbetrug entgegen wirkt die neue Generation von TANs. Schon jetzt bieten einige Banken ihren Kunden einen TAN-Generator, der nach Identifikation mit der EC-Karte und der Eingabe bestimmter Daten aktuell immer eine neue TAN im Bedarfsfall generiert.

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