Wer auf dem aktuellen Finanzmarkt sparen und gleichzeitig Renditen erzielen will, muss heute flexibler agieren als bisher. Was sich noch lohnt und von welchen Märkten man lieber die Finger lassen sollte.
Das Anlegen von Kapital sei selten schwieriger gewesen als zu dieser Zeit, erklären Finanzexperten. Viele Märkte seien zu unsicher geworden, und viele Menschen legen beim Sparen mehr Wert auf Sicherheit als auf hohe Renditen. Oftmals komme man in die Situation, dass anfänglich geplante Strategien kurzfristig überdacht und geändert werden müssten. Wenn früher beispielsweise Staatsanleihen als sicher galten, muss man heute darauf achten, dass man sie nur von Ländern kauft, die von den führenden Wirtschaftsagenturen auch mit besten Noten bedacht werden. Selbst dann sollte man sich auf kurzfristige Anleihen beim Sparen beschränken.
Selbst in puncto Aktien sieht das Kaufverhalten eher zögerlich aus. Besonders bei Aktien aus Schwellenländern wird beim Sparen gerne verzichtet. Diese Märkte gelten als teuer und sind gleichzeitig mit hohen Risiken behaftet. Als sicher gelten allerdings nach wie vor Aktien aus den Bereichen der sogenannten Substanzwerte, aus Ländern wie Frankreich, Deutschland oder der Schweiz. Man setzt hier in erster Linie auf ein berechenbares Geschäft in Sachen Sparen mit verlässlichen Dividendenzahlungen. Zu ihnen zählen vor allem die Versorger, etwa aus der Nahrungsmittelindustrie. Finanztitel und Aktien, die als konjunktursensibel betrachtet werden könnten, werden dagegen kaum gehandelt.
Ein großer Teil der Anleger setzt beim Sparen mittlerweile auf Gold als klassische Anlageform. Lohnenswert war hier allerdings eine Investition, als die Feinunze Gold an den internationalen Börsen noch mit rund 400 Dollar gehandelt wurde. Doch hier ist nicht so sehr an die Anlage in Form von Barren oder Münzen gedacht, sondern der Anteil von Gold, der in einem Depot existiert, in das man zu investieren gedenkt. Teilweise wird Gold auch als Versicherungsschutz gegen eine steigende Inflationsrate angesehen. In einem ausgewogenen, sicheren Depot zum Sparen sollte der Goldanteil beispielsweise bei rund zehn Prozent liegen, wobei das andere Edelmetalle miteinschließt.
