Eine Wirtschaftskrise in der Theorie erklären
Im Allgemeinen beschreiben Experten eine Wirtschaftskrise als eine Phase der sehr deutlichen negativen Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Wirtschaftskrisen können sich auf nur eine Volkswirtschaft beschränken, sie können sich jedoch auch auf die gesamte Weltwirtschaft ausweiten. Versucht man, Wirtschaftskrisen wissenschaftlich zu erklären, so stehen sowohl endogene wie auch exogene Theorien zur Debatte. Endogene Theorien suchen die Ursachen für eine Wirtschaftskrise in der Wirtschaft selbst, exogene Theorien sehen die Ursachen dagegen in der Verkettung äußerer Umstände. Oftmals entstehen Wirtschaftskrisen jedoch durch ein Zusammenspiel innerer und äußerer Faktoren. Die Form einer Wirtschaftskrise kann zudem in verschiedenen Kategorien definiert werden. So sind beispielsweise Finanzkrisen größere Verwerfungen im Finanzsystem, die durch einen Rückgang der Vermögenswerte und die Zahlungsunfähigkeit vieler Unternehmen der Finanzbranche und anderer Bereiche gekennzeichnet sind.
Die Wirtschaftskrise seit 2007
Diese auch Deutschland betreffende Wirtschaftskrise seit 2007 ist als eine Banken- und Finanzkrise zu definieren. Sie begann im Frühsommer 2007 mit der US-Immobilienkrise, auch Subprime-Krise genannt, und äußert sich mittlerweile weltweit durch Verluste und Insolvenzen bei zahlreichen Unternehmen, nicht nur aus dem Bereich der Finanzbranche, sondern seit Ende 2008 auch bei Unternehmen der Realwirtschaft. Die momentane Wirtschaftskrise betrifft weite Teile der Weltwirtschaft. Die Wirtschaft ist unter anderem in Deutschland, Frankreich und den USA rückläufig. Besonders schwer treffen die Auswirkungen auch Länder wie die Türkei, Japan und Italien.
Eine Wirtschaftskrise und ihre Folgen
Es gibt immer Gewinner und Verlierer, so auch bei einer Wirtschaftskrise, denn im Laufe dieser Krise kommt es zu einer Umverteilung von Einkommen und Vermögen. Aus Sicht der Kapitaleigner oder mit Blick auf eine wettbewerbsfähige Unternehmensstruktur sind Wirtschaftskrisen jedoch nicht ausschließlich negativ zu bewerten. Teilweise erzeugt eine Wirtschaftskrise den dringend benötigten Reformdruck für eine schleppende Volkswirtschaft. Leidtragende sind jedoch immer die ärmeren Bevölkerungsschichten, da diese die negativen Auswirkungen einer Wirtschaftskrise am stärksten zu spüren bekommen. Somit ist in diesem Zusammenhang eine weitere mögliche Folge von Wirtschaftskrisen der Anstieg sozialer Spannungen. In der Vergangenheit haben schon einige Wirtschaftskrisen zu Bürgerkriegen oder kriegerischen Konflikten geführt.
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