Die Absicherung des Kapitals über Einlagensicherungsfonds

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aboutpixel.de Ziel_setzen_Rainer SturmEinlagensicherungsfonds helfen im Falle der Bankeninsolvenz

Einlagensicherungsfonds sind Systeme der Banken zum Schutz der Kundengelder. Ein Einlagensicherungsfonds kommt bei einer Bankeninsolvenz zum Einsatz und verhindert den Verlust des von den Kunden angelegten Geldes. Einlagensicherungsfonds werden von den Banken des jeweiligen Landes unterhalten. Der einzuzahlende Betrag hängt vom Umsatz und der Bonität jeder einzelnen Bank ab. Dieser Fonds vermittelt dem Kunden nicht nur eine gefühlte Sicherheit, das Geld ist tatsächlich so abgesichert, dass es auch im Fall einer Bankenpleite erstattet wird. Banken, die keinem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind, sind aus Sicht der Kunden selten vertrauenswürdig.

Einlagensicherungsfonds in Deutschland

Früher galten ein guter Ruf und ein vertrauenswürdiger Bankier als entscheidende Kriterien bei der Wahl eines Bankhauses. Natürlich konnte dies bei einer Insolvenz nicht vor dem Verlust des angelegten Geldes schützen. Deshalb entschlossen sich die Banken zu der Bildung eines Einlagensicherungsfonds als vertrauensbildende Maßnahme für die Kunden. Die erste bundesweite Sicherungseinrichtung von privaten Banken wurde 1966 gegründet. Die Sparkassen schützten die Kundengelder durch die „Gewährträgerhaftung“. In den Siebziger Jahren wurden die Sicherungssysteme der Banken nochmals verbessert. Die freiwilligen Sicherungsmaßnahmen wurden 1997 durch gesetzliche Maßnahmen der Europäischen Gemeinschaft (EG) abgelöst. Die verbindliche Richtlinie ist die Grundlage zur rechtlichen Regelung der Einlagensicherung von heute.

Einlagensicherungsfonds in anderen Ländern

Viele Länder haben inzwischen Regelungen getroffen, um das Geld der Anleger für den Fall einer möglichen Bankeninsolvenz abzusichern. Der geschützte Teil der Anlage liegt in der Regel zwischen 90 und 100 Prozent. In Großbritannien beispielsweise werden bei einer Bankeninsolvenz jedem Kunden 100 Prozent des angelegten Geldes bis zu einer Höhe von 50.000 Britischen Pfund zurückerstattet. Für die Sicherung der Kundeneinlagen ist in Großbritannien das Financial Services Compensations Scheme (FSCS) zuständig. Der Einlagensicherungsfonds umfasst den Schutz für alle Einlagen, die nicht von der Bank selbst stammen, also die Einlagen von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. In der Regel handelt es sich um Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie namentlich gekennzeichnete Sparbriefe. Der jeweilige Einlagensicherungsfonds schützt die Einlagen aller Kunden. Legt beispielsweise ein Kunde aus Deutschland sein Geld bei einer Bank aus Großbritannien an, sind seine Einlagen im Ernstfall abgesichert.

Bild: aboutpixel.de (c) Rainer Sturm

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